Drei Fragen an Hubert Kloß, CEO Geschäftsfeld Logistik-Systeme

Herr Kloß, welches Potenzial sehen Sie in der Digitalisierung?

Kürzlich hat die Nutzfahrzeug-IAA sehr eindrücklich gezeigt: Die Logistik ist eine Branche im Umbruch. In Hannover dominierten futuristisch anmutende Trucks, die eines ganz klar zum Ausdruck gebracht haben: Die Zukunft fährt elektrisch und vor allem fährt sie autonom. Aber nicht nur auf den Straßen, auch auf der Schiene wird es schon bald zu Umwälzungen kommen: So hat der Flixmobility-Geschäftsführer André Schwämmlein in einem Interview davon gesprochen, dass auch autonome Züge unweigerlich kommen werden, in Frankreich soll es ab 2025 soweit sein. Als Grundvoraussetzung muss die Schiene – das heißt, Netzsteuerung und Signaltechnik – voll digitalisiert werden.
Autonome Züge und Lkw, die mehr Menschen und Waren in engeren Takten von A nach B bringen, bieten auch für die Logistik ein riesiges Potenzial: Dank Digitalisierung wird unsere Branche laut Schätzungen bis 2030 fast 50 Prozent der heute anfallenden Kosten einsparen können. Und das nicht nur dank autonomer Fahrzeuge auf den Straßen, sondern vor allem auch dank Automatisierung im Lager. Allein durch den Einsatz von Robotern, die die Waren automatisiert aus den Regalen in Lkw laden, rechnet man mit einer Kostensenkung von bis zu 60 Prozent.

Was bedeutet das für Körber Logistik-Systeme und die Aufstellung des Geschäftsfelds?

In Zeiten des boomenden Onlinehandels sind Logistikunternehmen gefragt wie nie. Schrittweise wird die gesamte Lieferkette digitalisiert, um Prozesse effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Und hier kommen wir ins Spiel. Mit unseren Lösungen werden wir unseren Kunden einen großen Mehrwert bieten. So vereinen wir beispielsweise unter dem Dach unseres Geschäftsbereichs Software ein starkes Software-Portfolio für die Lieferkette, mit dem wir Kunden unterschiedlichster Größe auf internationaler Ebene bedienen können. Wir adressieren dabei die gesamte Lieferkette und reduzieren uns nicht auf die Logistik-Prozesse in einem Lager, einem Distributionscenter oder in einer Fertigung.

Und Körber Logistik-Systeme kann noch mehr: Dank unserer Aufstellung mit den Geschäftsbereichen Systemintegration und Produktlösungen können wir unseren Kunden darüber hinaus Expertise im Bereich Material Handling und Automation anbieten. Wir haben schon heute diverse automatisierte Lösungen und Robotik-Applikationen im Einsatz. Sie verbessern bei Kunden kritische Prozesse – machen sie schneller, günstiger und robuster. Das fängt traditionell bei der Palettierung und Depalettierung an und hört beim Kommissionieren, Transportieren und Verpacken auf.

Mobile und stationäre Roboter werden in der Logistik noch weiter an Bedeutung gewinnen. Beim Thema Steuerung, Software und Anwendungsfälle kommt es dann auf das entsprechende Know-how an, um die Anforderungen des Kunden industriespezifisch zu verstehen und in Lösungen umsetzen zu können. Wie eindrucksvoll innovative Partnerschaften sein können, beweist zum Beispiel das Robotik-Start-up Magazino , das mit seinem Pick-by-Robot eine Schlüsseltechnologie entwickelt hat. Sie hat durchaus das Potenzial, die Intralogistik zu revolutionieren.

Bei all unseren Initiativen und Projekten verfolgen wir konsequent einen neuen Ansatz: Wir haben unseren Kunden in den Fokus unserer Produkte und Lösungen gerückt. Das bedeutet, dass wir unsere digitalen Produkte gemeinsam mit dem Kunden entwickeln und ganz stringent an ihren Bedürfnissen ausrichten.
Für mich ist dabei besonders interessant zu erleben, mit welcher Dynamik und Motivation unsere Teams seit dem Start der Digitalisierungsinitiative k.digital@kls diesen Fokuswechsel aufgenommen haben und in ihrer intensiven Zusammenarbeit – ganz frei von Barrieren und mit hoher Geschwindigkeit – erfolgversprechende Ideen entwickeln.

Welche konkreten Projekte hat Ihr Geschäftsfeld bereits in die Wege geleitet?

Aktuell arbeiten wir zum Beispiel an einem Projekt, bei dem Advanced Analytics eine große Rolle spielt. Hier haben wir nicht nur den Partner Pandata, eine Beratungsfirma mit den Schwerpunkten Business Intelligence und Marketing- und Web-Analytics, ins Boot geholt, sondern auch unseren Kunden BLG Logistics Group, um gemeinsam an einer Software zur Optimierung von Materialstammdaten zu arbeiten.

Darüber hinaus feilen wir mit externen Partnern an einem aussichtsreichen Projekt, um das Retouren-Management zu verbessern: Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz können wir Rücksendungen für E-Commerce-Unternehmen deutlich beschleunigen und damit Kosten erheblich einsparen.
Das sind nur ein paar der Projekte, an denen unsere engagierten Expertenteams im Moment arbeiten. Im Rahmen unserer Digitalisierungsinitiative haben mehr als 70 Ideen erarbeitet, wovon wir nun die aussichtsreichsten nach einer intensiven Analysephase weiterverfolgen werden.

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